• Ein Wort auf den Weg

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Am Küchentisch

Gedankenverloren sitzt er am Küchentisch und hält eine Tasse warmen Kaffee in seinen Händen. Draußen zieht ein trüber Dezembertag auf. Sein Blick wandert zum Adventsgesteck, das seine Tochter ihm letzten Sonntag geschenkt hatte. Früher hat seine Frau immer für adventliche Deko im Haus gesorgt. Doch jetzt hat er sich noch nicht die erste Kerze anzünden können. Er hat Angst, dass ihn die Trauer wieder überwältigen würde.
Seine Frau hat die Adventszeit geliebt. Sie hat gerne Plätzchen gebacken und geteilt. Wie oft bekamen sie Besuch! Es roch so gut, als sie noch lebte. Es roch nach Weihnachten, nach „es wird alles gut“, nach Geborgenheit, nach Frieden. Manchmal war ihm der Trubel im Haus fast zu viel. Dann sagte er ihr: „Liebste, du bist keine 60 mehr. Komm, mach ein bisschen langsamer.“ Aber davon wollte sie nichts wissen. Später kamen die ersten Zeichen der Krankheit. Nun ist er alleine. 

Er blättert durch einen Haufen Prospekte und Zeitschriften, die er sich auf die Küchenbank gelegt hat. Er fischt das Kirchenblatt heraus. Seine Frau ist gern in die Kirche gegangen. Bis zu ihrer Krankheit hat sie sogar im Chor gesungen. Als sie starb, verlor er die Hoffnung.

„Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“ (Lukas 21,28) Dieses Bibelzitat steht gleich auf der ersten Seite des Kirchenblattes. Er spürt, wie gut ihm dieses Stück Hoffnung tut. Er liest den Artikel: „Das Licht, das wir erwarten, schenkt Frieden – es ist Weihnachten mit Jesus Christus in die Welt gekommen. Daran wurde es erkannt: Dass es hell wurde im Leben von Menschen: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“ (Matt. 11,5)

Er steht auf. Irgendwo in der Schublade findet er schließlich die Streichhölzer. Es ist Zeit – für die erste und die zweite Kerze auf dem Adventsgesteck. Der Wachsgeruch breitet sich aus. Das Licht zieht seine Augen an. Es ist, als lächele seine Frau ihm im Schein der Kerzenflamme zu.

Pastorin Sabine Jeute

 

 

 

 Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt.“ (Jesaja 60, 1)

Lieben Sie die Dunkelheit? Lieben Sie die Nacht? So eine richtig pechschwarze Nacht? Oder finden Sie die Nacht unheimlich?

Die Finsternis der Nacht macht mir Angst. Dunkle Straßen oder Unterführungen sind Angst-Räume. Ich bin unsicher und sehne mich nach Licht. Ich brauche Licht, um mich orientieren zu können.

In der dunklen Jahreszeit zünde ich eine Kerze an. Sie leuchtet im Zimmer und schafft eine gute Atmosphäre. „Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt“, ruft der Prophet Jesaja

Israel zu. Sie waren aus der Gefangenschaft in Babylonien nach Jerusalem zurückgekehrt. In ihrer zerstörten Heimat fanden sie Armut und Not vor. Sie waren desorientiert und traurig. In diese Situation ruft Jesaja das Hoffnungswort.

„Mache dich auf, werde licht“ – Das bedeutet: Mache dich auf, werde hell. Denn es kommt ein Licht auf dich zu. Du musst nicht mehr in der Dunkelheit und Finsternis bleiben. Du wirst hell. Angst und Hoffnungslosigkeit weichen. Du findest Orientierung und Hoffnung. Du wirst einen Lichtstreifen am Horizont sehen. Mache dich auf! Steh auf! Spüre deine Sehnsucht, öffne die Tür deiner Seele – wenigstens einen Spalt breit. Lass dich von der Hoffnung anstecken. Stell dich ins Licht. Lass dich bescheinen von der Sonne der heilenden Worte für dich. Freu dich! Du bist gemeint! Du stehst in einem Licht, das in der Kälte der Zeiten wärmt. Das Licht, das dir entgegenkommt, ist Christus.

Das Licht, das wir erwarten, schenkt Frieden – es ist Weihnachten mit Jesus Christus in die Welt gekommen. Daran wurde es erkannt: Dass es hell wurde im Leben von Menschen: „Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“ (Matt. 11,5)

Spüren Sie mit uns in den Andachten und Gottesdiensten im Advent das Kommen des Lichtes Gottes! Wir freuen uns , wenn Sie dabei sind!

Ihre Pastoren Sabine Jeute und Dirk Sobott

              

 

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