• Ein Wort auf den Weg

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Altarbilbel Kronprinzenkoog

                                                                                                             Altarbibel Kronprinzenkoog

 

 

Habt ihr noch keinen Glauben?  Markus 4, 40

Klapperlatschen und Untergang

Der erste Sommer ohne Störche war ein Zeichen. „Die Welt geiht ünner,“ rief Marret Feddersen. Sie sah die Zeichen überall: in den sterbenden Ulmen, als ein Kind auf der neu geteerten Dorfstraße überfahren wurde oder als ein Bauer mit seinem Mähdrescher auf ein Rehkitz traf, das sich im hohen Korn versteckt hatte. Sie war von Weitem zu hören, wenn sie mit ihren weißen Klapperlatschen angelaufen kam. Die Leute seufzten, wenn sie das Klappern auf der Straße hörten. “Dor kümmt die Untergang all wedder.“ Sie hatten Wichtigeres zu tun: Bohnen einwecken, Wäsche aufhängen, Ausbau eines Motorblockes. Dann verschwanden die Hecken und mit ihnen die Vögel. Als die ersten Starfighter der Bundeswehr in den Jahren nach der Flurbereinigung in Richtung Nordsee geflogen kamen, klapperte Marret Untergang immer noch durch Brinkebüll. So beschreibt Dörte Hansen in ihren Roman „Mittagsstunde“ das Leben in dem kleinen nordfriesen Geestdorf.

Heute verändern sich die Dörfer durch Abwanderung und demographischen Wandel  in „Wohnpendlergemeinden“ und „Freizeit-Feierabend-Gemeinschaften“. Das wäre ein Grund mehr für Marret mit ihren Klapperlatschen auf der Straße am Neubaugebiet vorbeizulaufen und auf die Windmühlen am Dorfrand zu zeigen: „Die Welt geiht ünner“. Die Zukunft als Untergang?

„Meister, fragst du nichts danach, dass wir untergehen?“ Mit diesen Worten wird Jesus geweckt. Die Jünger vertrauen Jesus und steigen mit ihm ins Boot.  Als der Sturm losbricht, geraten sie in Not. Die Wellen sind unerwartet hoch, eben schien noch alles glattzulaufen, aber von einem auf den anderen Moment wird alles hin- und hergeworfen, was eben noch als sicher galt.

Was, wenn die Anforderungen in der Schule überfordern? Was, wenn die Probleme in der Familie über den Kopf wachsen? Was, wenn es im Beruf einfach nicht zu schaffen ist? Wenn wir alles geben und trotzdem allem nicht gerecht werden?

Dann gehen wir unter! Wir versinken in den Fluten der Angst!

Jesus fragt, nachdem er den Sturm beruhigt hat: „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“

Im Glauben entscheidet sich, ob wir ängstlich und hoffnungslos durch unser Leben gehen oder aufrecht und frei.

Glauben ist Vertrauen, eine feste Zuversicht dessen, was ich  hoffe, und ein Nichtzweifeln an dem, was ich nicht sehe. 

 

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen            Pastorin Sabine Jeute

 

 

 

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